Sportfreunde ringen Köln II nieder

Schiedsrichter: Yannick SagerLinienrichter: Lea Bramkamp, Dominic Stock
Zuschauer: 3.552
Last-Minute-Malik verwandelt das Leimbachstadion in ein Tollhaus
Spielbericht vom 27. März 2026
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Dank eines Treffers in der Nachspielzeit erleben die Sportfreunde Siegen einen gelungenen Freitagabend: Die Krönchenkicker besiegen die U21 des 1. FC Köln auf der letzten Rille mit 2:1 (1:1) und feiern einen jener Abende, die man so schnell nicht vergisst.
Beide Teams starteten vor der tollen Kulisse von 3552 Zuschauern, davon gut und gerne um die 400 aus Köln, mit offenem Visier unter dem von eisiger Kälte durchdrungenen Flutlicht. Köln suchte früh den Weg nach vorne, fand aber zunächst keinen klaren Abschluss. Die Sportfreunde - mit "Gigi" Mavroudis und Arif Güclü für die gesperrten Dennis Brock und Shaibou Oubeyapwa -ihrerseits brauchten ebenfalls gute zehn Minuten, um erstmals richtig zuzuschlagen – dann aber mit einem Angriff wie aus dem Lehrbuch: Dustin Willms eroberte im Zentrum den Ball, Ömer Tokac schaltete schnell und schickte den hinterlaufenden David Kammerbauer. Dessen punktgenaue Flanke verwertete Kevin Goden per Kopf zum 1:0 (11.).
Köln antwortete mit wachsenden Spielanteilen, während die Leimbachelf immer wieder Nadelstiche setzte. Die größte Chance vor der Pause gehörte Willms, der nach einem hohen Ball den linken Pfosten traf (32.). Mit dem Halbzeitpfiff folgte dann der Dämpfer: Infolge eines eigenen Einwurfs tief in der Kölner Hälfte ließen sich die Sportfreunde auskontern, Kölns Lennemann legte quer auf Schenten, der zum Ausgleich vollendete (45.).
Köln gefällig, SFS hält den Laden dicht
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zunächst wieder die Kontrolle. Ajani, Toure und Lennemann sorgten mehrfach für Gefahr, SFS war an diesem Freitagabend viel defensiv gefordert und verteidigte kompromisslos. Sportfreunde-Keeper Marcel Johnen musste kaum eingreifen und war zur Stelle, wenn er gefragt war; Flo Mayer und Luca Rumpf ließen nichts anbrennen. Offensiv blieben die Krönchenkicker indes zunächst Stückwerk, auch wenn Tokac und später der frische Paul-Philipp Besong zumindest für Entlastung sorgten.
Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie nicht unfair, aber ruppiger, Schiedsrichter Sager zückte mehrfach den Gelben Karton. Chefcoach Boris Schommers reagierte und brachte frische Kräfte: Elsamed Ramaj, Tom Gutsch, ebenjener Besong und später auch Lenny von Schroetter sollten neue Impulse setzen. Insgesamt aber blieb der Effzeh näher am zweiten Treffer, zweimal zischte der Ball nur knapp am Siegener Tor vorbei oder wurde knapp verpasst (66./72./84.). Auf der anderen Seite setzte der wuselige Tokac das Leder knapp rechts bzw. links neben das Gehäuse von Marutzki (53./79.).
Hodroj versetzt das Leimbachstadion in Extase
Die letzten Minuten hatten dann aber alles, was das Fußballromanik-Herz beliebt: Ein Missverständnis in der Siegener Defensive öffnete Toure den Weg zum vermeintlichen Auswärtserfolg, Johnen war bereits erfolgreich umkurvt. Doch aus spitzem Winkel rollte der Ball parallel zur Linie am Tor vorbei (92.). Quasi im Gegenzug folgte sodann der Auftritt von Last-Minute-Malik: In seiner unvergleichlichen Art fasste das Eigengewächs sich ein Herz und hämmerte das Leder kompromisslos ins Eck (93.) - eines dieser Tore, die man nicht nur sieht, sondern fühlt. Das Leimbachoval stand entsprechend Kopf, die Spieler begruben den Matchwinner unter sich und feierten anschließend gemeinsam mit den Fans den Lucky Punch.
Die Sportfreunde Siegen zeigen am Freitagabend gegen Köln II vielleicht nicht ihr spielerisch bestes Gesicht, sehr wohl aber Herz, Widerstandskraft und den unbedingten Glauben an den eigenen Moment. Köln war über weite Strecken der erwartet starke Gegner, nach 96 Minuten aber bleiben die Punkte im Leimbachtal. Bereits am kommenden Wochenende öffnen sich die Türen an der Leimbach erneut, wenn die Krönchenkicker am Samstag (04.04., Anstoß 14:00 Uhr) den Unterbau von Borussia Mönchengladbach empfangen.






























