Sportfreunde unterliegen in Gütersloh

Schiedsrichter: Kristijan RajkovskiLinienrichter: Jens Laux, Thibaut Scheer
Zuschauer: 1.690
Willms-Doppelpack genügt nicht: SFS verpasst in Unterzahl Punktgewinn beim FCG
Spielbericht vom 26. Oktober 2025
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Die Sportfreunde Siegen unterliegen im Topspiel beim FC Gütersloh am Sonntagnachmittag (26.10.) nach wechselhaft-launigen 95 Minuten und großer Moral im zweiten Abschnitt knapp mit 3:2 (3:1). Dustin Willms schnürt einen Doppelpack, Malik Hodroj sieht die Ampelkarte.
Die Krönchenkicker hatten sich Einiges vorgenommen für das Duell im Heidewaldstadion, Coach Thorsten Nehrbauer kehrte mit einigen Änderungen zum etablierten 4-2-3-1-System zurück: Flo Mayer ersetzte nach abgesessener Gelbsperre den aktuell gesperrten Luca Rumpf, vorne links rotierte Ömer Tokac für den ebenfalls gelbgesperrten Derrick Kyere in die Startformation. Hinten rechts begann zudem Malik Hodroj für Lenny von Schroetter, Cagatay Kader ersetzte André Dej.
Nach kurzem Abtasten auf dem nicht besonders spielfreundlichen Grün nutzten die Sportfreunde gleich ihre erste Gelegenheit für die prompte Führung: David Kammerbauer legte links raus zu Tokac, der die Flanke butterweich an den Fünfer zu Dustin Willms brachte. Der Außenspieler nahm die Murmel direkt und schob sie an FCG-Keeper Peters vorbei in die Maschen (6.). Die Freude währte indes nur kurz, weil auch die Hausherren gleich ihren ersten Vorstoß in das erste Tor ummünzten. Nach einer zunächst geklärten Ecke kam der Ball im hohen Bogen zurück in den Siegener Strafraum, wo FCG-Topscorer Twardzik den Ball mit aller Ruhe mit der Brust annehmen und verwerten durfte (10.).
Unvermögen und Pech: Nehrbauer-Elf verteilt erneut Geschenke
Damit nicht genug, drehten die Gastgeber die Partie wenige Minuten später komplett: Aus der zweiten Reihe zog Kandic einfach mal ab und traf mit seinem Abschluss den Kopf von Jubes Ticha, der das Ei unglücklich wie unhaltbar ins eigene Tor ablenkte (18.). Durch die Führung beflügelt erarbeitete sich Gütersloh mehr Spielanteile, hatte nach einer knappen halben Stunde dann aber auch hinten Glück, als Arif Güclü die Murmel aus kurzer Distanz an den Querbalken setzte (28.). Kurz vor der Pause sollte ein Blackout dann für eine komfortable Halbzeitführung der Gastgeber sorgen: Kader spielte den Ball auf der rechten Außenbahn stehend blind zurück ins Zentrum, wo Frieling vor Mayer an die Pille kam, Ospelt umkurvte und lässig zum 3:1 einschob (41.).
Die Leimbachelf kam zunächst unverändert aus der Halbzeit und machte sich auf, den Anschluss herzustellen. Nachdem die ersten Minuten noch relativ ruhig vor sich hin plätscherten, hatte Willms das zweite Tor auf dem Fuß: Kader spielte das Leder von links flach in den Sechzehner, Dustin wollte es gegen die Laufrichtung von Peters in die Maschen spitzeln und vergab unter Bedrängnis aus kurzer Distanz (53.). Keine zwei Minuten später sahen die 1690 anwesenden Zuschauer eigentlich einen aufgenommenen Rückpass im Gütersloher Strafraum, dieser allerdings blieb ohne Folgen (55.).
SFS 25 Minuten in Unterzahl
Beide Teams verzeichneten nun kleinere und mittelgroße Chancen, Kaders Kopfball (61.) brachte aber ebenso wenig Ertrag wie die Rückraum-Granate Twardziks, die Ospelt entschärfte (59.). Nehrbauer reagierte und brachte in Kevin Goden neues offensives Potenzial auf den Rasen, während Gütersloh auf der anderen Seite die Entscheidung verpasste: Völlig frei konnte Langfeld halblinks in die Box marschieren und Ospelt überlupfen; zum Glück für die Sportfreunde segelte die Pocke aber über den Kasten (67.). Nur wenige Augenblicke später sah Malik Hodroj nach einem sauberen Tackling nahe der Außenlinie die Ampelkarte (69.). In Überzahl verbuchten die Hausherren durch Langfeld weitere gute Gelegenheiten (71./75.), ließen den Deckel aber weiter offen.
Nachdem Tokac Peters mit einem satten Schuss geprüft hatte (73.), lag die Murmel dann nach 80 Minuten wieder FCG-Gehäuse. Sofort schnellte allerdings die Fahne hoch, Willms stand bei seinem vermeintlichen zweiten Treffer im Abseits. Infolge eines Eckballs zielte Flo Mayer über den Kasten (83.), ehe der der Anschluss dann erneut fiel - und diesmal auch zählte: Der lange Ball von Kammerbauer auf Goden rutschte zu Willms durch, der vor Peters die Nerven behielt und auf 3:2 verkürzte (84.). Die Krönchenkicker witterten nun Morgenluft und drängten auf den Ausgleich, Ticha setzte sich auf der linken Seite durch und flankte auf den frischen Josue Santo, der die Pille aus kürzester Distanz nicht richtig traf - Gütersloh klärte auf der Linie (85.).
SFS warf in den verbleibenden Minuten samt fünfminütiger Nachspielzeit alles nach vorne, während die Gastgeber selbstredend jede Möglichkeit wahrnahmen, Zeit von der Uhr zu nehmen. Mit dem Abpfiff war so die zweite Niederlage in Serie besiegelt, zugleich endet damit die Auswärtsserie der Sportfreunde. Vor dem Duell gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf am Sonntag (02.11., Anstoß: 14 Uhr) wartet Aufbauarbeit im Siegerland, obgleich die Nehrbauer-Elf in Gütersloh große Moral bewiesen hat.




































